Sein, wie man ist

April 10, 2008 | Kolumne

Ich habe heute in einem Forum ein paar Threads zum Thema „Das eigene Ich – seht Ihr Euch dick oder dünn?“ gelesen. Und es hat mich ein Satz einer molligen Dame sehr berührt, sie meinte: „Ich finde mich schlank, bis ich in einen Spiegel schaue ….“

Kann es sein, dass hier das wahre Problem liegt: wir molligen Frauen fühlen uns schön, wenn die Kleidung sitzt, wir sind mit uns zufrieden, ja solange, bis wir an einen Spiegel vorbeigehen. Das Spiegelbild zeigt nicht dasselbe Bild, dass wir von uns selbst haben, nicht das, was wir fühlen.

Natürlich kann dieser Spiegel auch die Umwelt sein, die auf uns reagiert. Ein schiefer Blick in der Ubahn, ein musternder, abschätziger Blick in der Boutique.

Aber muss ich mein Wohlbefinden nach einem Spiegelbild richten? Oder intoleranten Menschen in meiner Umgebung? Nein, muss ich nicht, solange mir die Kleidung die ich gerne trage, passt und ich mich darin und so wie ich bin wohlfühle, hat kein „Spiegelbild“ der Welt das Recht darauf, mir mein Ich, das ich vor meinem Inneren Auge habe zu zerstören.

Wie viel einfacher wäre es, den Menschen so zu akzeptieren, wie er ist und ihn einfach „sein“ zu lassen.

Herzlichst Eure M.

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